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Grundsteuer berechnen
Seit 2025 gilt die neue Grundsteuer – mit fünf verschiedenen Modellen je Bundesland. Der Rechner kennt alle und rechnet mit dem Hebesatz Ihrer Gemeinde.
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Fachlich geprüft am 13.10.2026 · Werte nach aktueller Rechtslage
| Grund und Boden: 500 m² × 0,04 € | 20,00 € |
| Wohnfläche: 130 m² × 0,50 € × 70 % | 45,50 € |
| Summe Äquivalenzbeträge × Messzahlen | 65,50 € |
| × Faktor (Bodenrichtwert ÷ Gemeindedurchschnitt)^0,3 | 1,00 |
| = Grundsteuermessbetrag | 65,50 € |
| × Hebesatz der Gemeinde | 500 % |
| = Grundsteuer im Jahr | 327,50 € |
Hessen: Flächen-Faktor-Verfahren – Flächen × Äquivalenzzahlen × Messzahlen × Faktor × Hebesatz. Rechtsgrundlage: §§ 4–7 Hessisches Grundsteuergesetz.
Fällig ist die Grundsteuer meist vierteljährlich am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. Vermieter dürfen sie über die Nebenkosten umlegen (§ 2 Nr. 1 BetrKV).
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Häufige Fragen
Wie berechnet sich die neue Grundsteuer?
Grundsteuer = Grundsteuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde. Den Messbetrag setzt das Finanzamt fest – je nach Bundesland nach dem Bundesmodell (Grundsteuerwert × Messzahl), dem Bodenwertmodell (Baden-Württemberg) oder einem Flächenmodell (Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Hessen). Den Hebesatz beschließt die Gemeinde.
Wo finde ich meinen Messbetrag?
Im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts, den alle Eigentümer nach der Grundsteuerreform bekommen haben. Mit diesem Betrag rechnet der Rechner genau; die Flächen-Schätzung ist für alle, die den Bescheid nicht zur Hand haben.
Welche Bundesländer haben ein eigenes Modell?
Baden-Württemberg (Bodenwertmodell), Bayern (Flächenmodell), Hamburg (Wohnlagemodell), Niedersachsen (Flächen-Lage-Modell) und Hessen (Flächen-Faktor-Verfahren). Sachsen, Saarland, Berlin, Bremen und ab 2027 Thüringen nutzen das Bundesmodell mit eigenen Messzahlen.
Darf der Vermieter die Grundsteuer umlegen?
Ja. Die Grundsteuer gehört zu den Betriebskosten (§ 2 Nr. 1 BetrKV) und darf über die Nebenkostenabrechnung auf Mieter umgelegt werden, wenn der Mietvertrag das vorsieht.
Was bedeutet ein gespaltener Hebesatz?
In Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz dürfen Gemeinden für Wohn- und Nichtwohngrundstücke unterschiedliche Hebesätze festlegen. In NRW haben Verwaltungsgerichte gespaltene Sätze mehrfach beanstandet; die Berufung ist offen.
